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Modellregion nachhaltige Nutztierhaltung Südniedersachsen

Informationsveranstaltung am 26.10.2020 in Rosdorf

Nachhaltigkeit, tiergerechte Haltungsformen und Regionalität, diese drei Elemente untermauern den Leitgedanken und die Voraussetzungen für die „Modellregion nachhaltige Nutztierhaltung Südniedersachsen”. Ziel des voraussichtlich 3-jährigen Projekts des Landvolkkreisverbandes Göttingen ist es, alternative und nachhaltige Haltungssysteme für Nutztiere in der Landwirtschaft zu installieren und regionale Wertschöpfungsketten (Erzeugung, Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung) auszuweiten. Dazu sollen viehhaltende landwirtschaftliche Betriebe bei der Umstrukturierung von Altgebäuden und dem Bau neuer Ställe unterstützt werden. Das Tierwohl steht im Vordergrund.

Diese Idee stellte der Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, im Dezember 2019 in Eschershausen vor. Inspiriert wurde er von der Göttinger Universität, die in ihren Kantinen z. B. Speisen unter Verwendung des „Leinekrone Strohschweins“ anbietet. Die Schweine werden ausschließlich auf Stroh gehalten, mit betriebseigenem Futter versorgt und auf kurzem Weg (ca. 5 km) zum EU-zugelassenen Schlachtbetrieb gefahren.

Das Projekt startete am 01.07.2020 und beginnt für die ersten 6 Monate mit einer Machbarkeitsstudie. Die Projektleiterin Anna-Marie Bürger, M.Sc. Agrar, hat die Ziele für ihre dreijährige Tätigkeit formuliert:

  • Stärkung der Tierhaltung in der Region

  • Etablierung alternativer und nachhaltiger Tierhaltungssysteme

  • Unterstützung einer praktikablen Landwirtschaft

  • Generierung einer höheren Wertschöpfung in der Region

  • Bildung von Netzwerken

  • Berücksichtigung der Verbraucherinteressen bei der Tierproduktion

  • Erweiterung der Einkaufsalternativen für VerbraucherInnen

  • Wahrnehmung und aufzeigen von Zielkonflikten

  • Verbesserung des Images der Tierhaltung.

Dabei werden weder die konventionelle noch die ökologische Tierhaltung präferiert und ein neues Label soll nicht geschaffen werden.

Während der Machbarkeitsstudie erfolgt eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Betriebe (Landwirtschaft, Schlachtung, Verarbeitung, Vermarktung) und der Strukturen. Zusätzlich soll ein Netzwerk in der Wertschöpfungskette aufgebaut und die Frage beantwortet werden, wie die Modellregion aussehen kann. Die Hauptsäulen der Nachhaltigkeit, Ökologie, Ökonomie und Soziales sind mit ihren Unterpunkten im ständigen Fluss. Sie werden durch die Regionalität ergänzt (siehe Abbildung), die in alle drei Bereiche „eingreift“.

Bei Interesse an diesem Projekt oder zum Einbringen Ihrer Ideen und Gedanken wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle oder setzen sich direkt per Mail mit Anna-Marie Bürger in Verbindung: anna-marie.buerger[at]landvolk-goe.de

04.11.2020
Kategorie: Berichte, Anzeige auf Startseite, Allgemeine News, Veranstaltungen

Anna-Marie Bürger - Projektleitung

Säulen der Nachhaltigkeit (Darstellung Anna-Marie Bürger)


Kontakt

Geschäftsstelle

Vereinigung der Norddeutschen Direktvermarkter e.V.
Elke Sandvoß
Am Flugplatz 4
31137 Hildesheim
Tel.: 05121/7489-15
Fax: 05121/7489-30
Mail: elke.sandvoss[at]lwk-niedersachsen.de 

Förderer

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz